Kreisarchäologie Archäologie im zentralen Elbe-Weser-Dreieck

Vortrag: Eisenzeitlicher Zentralort bei Wittorf

Wittorf war in den Jahrhunderten vor Christus ein überregional bedeutender Zentralort. Darüber und über weitere Ergebnisse ihrer Forschungen berichtet die Archäologin Paulina Kiel in einem öffentlichen Vortrag in Rotenburg (Wümme).

Der Vortrag wird von der Kreisarchäologie zusammen mit der Archäologischen Gesellschaft im Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V. veranstaltet. Er findet am Diens-tag, den 23. Januar um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rotenburger Kreishauses statt. Der Eintritt ist frei.Online ab 19:00 Uhr verfügbar unter: https://lk-row.webex.com/lk-row/j.php?MTID=m2c2a10e0f68bb2d59643349ed

Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2787 166 8570

Meeting Passwort: kGPMGM8ZP37

Regelmäßig Ausgrabungen in Wittorf

Seit den 1990er Jahren führt die Kreisarchäologie regelmäßig Ausgrabungen in der Sandgrube Wittorf durch. Dabei konnten bereits überraschend viele wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

Magisterarbeit über eisenzeitliche Befestigungsanlage

Die Archäologin Paulina Kiel hat sich in ihrer Magisterarbeit an der Universität Hamburg intensiv mit einer eisenzeitlichen Befestigungsanlage aus dem 5. Jahrhundert vor Christus auseinandergesetzt. Es ist die einzige Befestigungsanlage dieser Zeit nördlich der Mittelgebirge und die einzige der hier verbreiteten so genannten Jastorf-Kultur. Mit Hilfe von Geographischen Informationssystemen untersuchte sie die natur- und kulturräumliche Einbindung der Befestigungsanlage.

Bedeutende verkehrspolitische Lage

Die Ergebnisse zeigen eine bedeutende verkehrsgeographische Lage im Hinterland der Allermündung an einer Schlüsselposition zwischen den überregionalen Verkehrsadern von Weser und Elbe.

Befestigung auf Anhöhe

Die runde Befestigung mit einer Innenfläche von 1,3 Hektar wurde auf einer Anhöhe platziert und besaß Sichtbezüge nach Norden, war jedoch von Süden nicht einsehbar. Obwohl ihre Funktion nicht eindeutig bestimmt werden kann, deutet ihre Au-ßergewöhnlichkeit in Verbindung mit dem unmittelbar benachbarten großen Urnengräberfeld auf eine Rolle als Zentralort hin.